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ÖVP für finanzielle Entlastung der Reichen.

August 18, 2008

Ja, Molterer muss ja was für seine Geldgeber tun… Lustig ist, wie er Sachverhältnisse umdreht… er findet es laut orf.at unfair wenn nur „7,5 Prozent der Lohnsteuerpflichtigen für 45 Prozent des Lohnsteueraufkommens aufkommen“

klingt ja recht nett, doch was wirklich unfair ist, dass das reichste Fünftel der Österreicher 46% des gesamten Bruttolohns der Österreicher verdienen.

Es ist unfair das die reichsten 10% die Hälfte des Privatvermögens aller Österreicher besitzen, und die ärmsten 50% der Österreicher besitzen nur 2-3% des Privatvermögens!

Es ist unfair, dass eine Million Österreich armutsgefährdet sind und eine halbe Million in Armut lebt.

Es ist unfair, dass die reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer.

Quelle für die obigen Aussagen (wenn mir wer sagt wie ich einzelne Seiten innerhalb einem pdf verlinken kann, dann verlink ichs euch genauer)

„Reicher Mann und armer Mann
standen da und sah‘n sich an.
Und der Arme sagte bleich:
Wär‘ ich nicht arm, wärst du nicht
reich.“
(Berthold Brecht)

Hohe Spitzensteuersätze klingen zwar nett, aber auch hier muss man wieder reflektiert betrachten. Denn ein Manager der 1 Million verdient (reine Hausnummer) muss zwar 45% Steuern zahlen (wobei der sich ohnehin einen guten Steuerberater leisten kann, die real gezahlten Steuern liegen also weit unter dem, aber darauf geh ich jetzt mal nicht näher ein), aber im Gegensatz zu einem “normalen” Arbeiter braucht er nur für einen kleinen Teil davon sozialversicherungsbeiträge zahlen.

Denn ab einer bestimmten Grenze (2008 lag die bei 5300 Euro) muss man keine Sozialversicherungsbeiträge mehr bezahlen. Und das sind satte 20%.

Das bedeutet also, (bei einem Gehalt von 1 Million halte ich 20% von 5300 Euro für vernachlässigbar) das ein Manager um 20% weniger an den Staat abgeben muss, als ein “normaler” Bürger. Der hat natürlich eine niedrigere Steuerquote, aber da kommen immer noch 20% Sozialversicherungsbeiträge dazu. Das gilt für die Großverdiener nicht.

Sozial? Sicher nicht!

Danke übrigens an Sergej, der mich darauf das erstemal aufmerksam gemacht hat und es auch recht anschaulich erklärt hatte

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