Posts Tagged ‘Kritik’

FPÖ: Gegen einen EU Beitritt Israels!

Mai 22, 2009

Das fordert die FPÖ jetzt in einigen prominent platzierten Inseraten in der Kronenzeitung. Wer etwas über diese antisemitisch angehauchte Zeitung erfahren will, hier habe ich relativ breit etwas darüber geschrieben.

Naja, es ist ja nichts Neues, dass die FPÖ gerne mit Antisemitismus spielt, aber dieses Plakat ist doch eine neuerliche Spitze, wird aber traurigerweise beim durchschnittlichen Kronenzeitungsleser ausgesprochen gut ankommen.

Aber noch eine weitere Spitze hat man sich im EU-Wahlkampf erlaubt. Ganz Wien wurde jetzt mit der Parole “Abendland in Christenhand” zugekleistert und Strache demonstriert momentan mit Vorliebe mit einem Kreuz in der Hand gegen Moslems.

Etwas, wogegen sich jetzt zum Glück ein breiter Widerstand bildet. Anfangs protestierte der ökumenische Kirchenrat (und damit Vertreter aller Christen Österreichs) offiziell gegen diesen Missbrauch des Christentums, jetzt wagen sich nach und nach immer mehr hochrangige Geistliche heraus und protestieren gegen den “Schutz” durch die FPÖ, zuletzt auch Kardinal Schönborn, seineszeichens höchster katholischer geistlicher Österreichs.

Aber auch aus der Politik hört man starke Kritik sowohl Bundespräsident Fischer als auch Bundeskanzler Faymann sprechen von einer nicht zulässigen Radikalisierung des Wahlkampfes.

Aber auch abseits der FPÖ scheint sich der EU-Wahlkampf zunehmend zu radikalisieren. In Tschechien fordert eine Partei in einem Wahlwerbespot in einem öffentlich-rechtlichen Sender offen die “Endlösung der Zigeunerfrage”

Und das schlimme ist, in Zeiten der Wirtschaftskrise springen immer mehr Leute auf derartige Hetze an.

Antifa, Antifa… was mach ma mit der scheiß Antifa…

Mai 18, 2009

Ja, mir ist kein guter Titel eingefallen… (Verbesserungsvorschläge werden angenommen.^^)
Tut mir leid, dass ich die letzte Woche wieder so ruhig war, lag einerseits daran, dass sich kein Thema wirklich aufgedrängt hat, andererseits daran, dass KillingFloor endlich auf Steam erschienen ist. Und wenn ich zwischen Zombies metzeln und Politik wählen muss, dann fällt meine Wahl eindeutig auf Zombies. Aber ich will eigentlich nicht über KillingFloor reden (Auch wenn es geil ist und ihr es euch kaufen müsst!!) sondern über die “Antifa”.
Im WoP kam es in letzter Zeit zu einer nicht unbeträchtlichen Hetze gegen diese “Gruppe”. Wobei es ja keine Gruppe ist, aber dazu kommen wir noch. Da diese Vorurteile wie so oft auf schlichtem Unwissen basieren, möchte ich mal paar allgemeine Worte zu dem Thema verlieren, hoffentlich findet sich im Anschluss jemand, der mit mir darüber diskuiteren möchte.
Also zuallererst, ich bin Antifaschist. Das gehört zu meinem demokratischen Ich selbstverständlich dazu und das lasse ich mir sicher nicht nehmen, nur weil der “Meinungsmainstream” momentan deutlich in die andere Richtung schlägt.
Aber was ist die Antifa? Schon an dem Punkt scheitern die meisten selbsternannten Kritiker der Antifa.
Schauen wir zuerst mal, was die Antifa nicht ist. Die Antifa ist keine Organisation. Die Antifa ist keine geschlossene Gruppe. Die Antifa ist kein geschützter Begriff. Es gibt niemanden der für alle oder auch nur einen großen Teil der Antifa sprechen könnte.
Nun, was ist dann die Antifa? Die Antifa ist ein Begriff. Ein Schlagwort, mit dem sich jeder schmücken kann. Vergleichbar mit der Demokratie. Jedes noch so diktatorische Regime kann sich demokratisch nennen, auch wenn jeder weiß, dass sie mit Demokratie nichts am Hut haben.
Niemand kann Person A (Ich nenne ihn mal Hans.) davon abhalten, eine Antifa-Demo anzumelden, oder eine Antifa Gruppe zu gründen. Auch wenn Hans überhaupt nichts mit einer antifaschistischen Aufklärungspolitik am Hut hat, sondern einfach nur ein Feindbild braucht, auf das er und seine Freunde losgehen können. Niemand kann Hans davon abhalten eine Antifa-Flagge herzustellen und damit auf der nächsten Demo einen Polizisten anzugreifen. Würde er das mit einer CDU Fahne machen wollen, hätte er wesentlich größere Probleme, da das erstens ein geschützter Begriff ist, eine Organisation mit einer hierarchisch geordneten Führung, und zweitens jeder erkennen würde, dass der komische Typ, der gerade schreiend auf die Polizisten zu rennt, mit der CDU so viel zutun hat wie Will Smith mit einem Schauspieler. Nämlich überhaupt nichts.
Schauen wir nochmal zum Anfang dieses Textes. Was haben wir festgestellt, ist die Antifa nicht? Richtig, keine Organisation, keine Gruppe, kein geschützter Begriff. Als Antifaschist habe ich also keine konkrete Handhabe gegen diese Trottel. Und ich kann auch niemanden zum Fernsehen schicken, der am nächsten Tag im Namen aller Antifaschisten die dummen Taten von Hans verurteilt.
Ich denke, es gibt durchaus eine allgemein gewaltfreie Grundhaltung unter den meisten Antifaschisten. Auch wenn man sich die Medienberichte ansieht, merkt man doch, dass es immer nur ein sehr kleiner Teil einer Demonstration oder Verantstaltung ist, die im Anschluss randalieren. Da Medien aber natürlich sensationsgeil sind, sind die 200 gewaltbereiten Demonstranten natürlich wesentlich interessanter als die 40.000, die friedlich demonstriert haben.
So weit so gut… nun, ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch hier mal wieder etwas zum Meckern hätte. Wie bekannt sein dürfte, gehe ich ja auch des öfteren auf Demonstrationen. Darunter natürlich auch ne Menge explizit antifaschistische.
Was mich aufregt ist, dass hier (und auch in anderer Form) antifaschistische Politik mit linker Politik vermischt wird. Und zwar nicht nur von “Feinden” der Antifa selbst, sondern auch von einem nicht geringen Teil der Antifaschisten selbst.
Wenn ich auf einen Fackelzug gegen den NS-Terror gehe, dann will ich dort keine Plakate
Wenn ich auf einen Fackelzug gegen den NS-Terror gehe, dann will ich dort keine Plakate ala “Die Reichen müssen bezahlen!!” oder anderen linken Schlagwörtern haben. Ich arbeite gerne auch mit Bonzen gegen Faschisten, genauso wie mit Patrioten, Sozialdemokraten, Christlich-soziale, Neoliberalen, Grünen und Kommunisten. Jeder, der sich dem Konsens der antifaschistischen Politik verschreibt, ist mir willkommen. Das ist ein Thema, bei dem ich finde, dass man über das restliche politische Gezänk hinwegsehen muss und sich auf den gemeinsamen Feind konzentrieren sollte.
Wenn ich gegen Faschismus demonstriere, dann will ich auch nur gegen Faschismus demonstrieren und nicht dort noch irgendwelche anderen, davon komplett unabhängige Forderungen, unterstützen.
Für mich persönlich ist es wenig problematisch, wenn das linke Forderungen sind, aber hier geht es ums Prinzip. Wenn ich auf eine antifaschistische Demonstration einer konservativen Gruppierung gehe, dann möchte ich dort auch keine Plakate gegen die Homoehe sehen. In dem Fall verlasse ich die Demonstration sofort.
Daher finde ich es auch absolut verständlich, wenn sich ein Konservativer auf einer durchschnittlichen antifaschistischen Demonstration nicht wohl fühlt.
Er unterstützt dort mit seiner Anwesenheit einfach Forderungen, die er überhaupt nicht unterstützen möchte.
Gut, das wars mal wieder von meiner Seite, ich geh jetzt wieder Zombies töten und warte darauf, dass sich hier jemand für eine Diskussion findet.

Funny Games U.S.

Mai 31, 2008

Hab ich mir heute im Kino angeschaut, meine Meinung will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Thriller/Horror sehr schwer einzuordnen
Regie: Michael Haneke
Darsteller: Naomi Watts, Tim Roth, Brady Corbet, Michael Pitt
FSK 18

Handlung:
Das Ehepaar George und Anna ziehen zusammen mit ihrem Sohn Georgie in ihr Fernienhaus… Am Abend kommen Peter und Paul um sich Eier zu borgen, beginnen aber aus scheinbar profanen Gründen dann die Familie Gefangen zu nehmen und zu foltern.

Meine Meinung:
Der Film ist ja ein 1:1 Remake des österreichischen Originals, mit identischen Szenen und Schnitt und gleichem Regisseur, nur die Schauspieler und der Handlungsort hat sich verschoben. Ich kenne das Original allerdings nicht, kann also keine Vergleiche aufstellen…
Ich hab ihn heute auf deutsch im Kino gesehen, die Synchronisation ist recht gelungen (da die Texte im Original ja auch auf Deutsch waren), mich hätte aber intressiert wie die Stimmen von Peter und Paul im original geklungen hätten.. Naja, vielleicht das nächste mal.
Der Film beginnt recht „sanft“ bis zum Eintreffen von Peter welcher sich vier Eier ausborgen möchte… Nun, ich möchte nicht zuviel von der Handlung verraten, aber es ist doch recht schwer den Film vernünftig zu beschreiben ohne zumindest ein bisschen zu verraten, aber ich halte es so gering wie möglich…
Im ganzen Film erfahrt man rein garnichts über die Beweggründe von Peter und Paul, welche sich gegenseitig auch mit immer anderen Namen ansprechen. Unter anderem Tom, Tobby, Beavis, Butthead usw… Sie erzählen zwar auch etwas über ihren Hintergrundgeschichte, allerdings viermal jeweils eine andere Geschichte, wo sie einerseits Drogenabhängige seien, dann wieder verwöhnte Bonzen, dann wieder welche aus einem schweren Elternhaus…
Der Film wird mit zunehmendem Verlauf auch immer paradoxer und Peter spricht mehrmals den Zuseher direkt an.

Wenn man derartige Filme nicht gewöhnt ist, ist er mit Sicherheit auch ziemlich schockierend, denn mit Gewalt geizt man beileibe nicht, wenn es auch meist nicht gezeigt wird (gibt Ausnahmen) sondern nur das Ergebnis… Auch vor dem Kind wird nicht halt gemacht, was ja bei vielen immer noch als Tabu gilt… Aber an wirklich heftige Filme (die sich auch nicht in Gewaltexzessen austoben) wie Jack Ketchums the Girl next Door kommt es bei weitem nicht heran…
Ich was das angeht wohl schon recht abgestumpft, auf andere mag der Film noch wesentlich heftiger wirken als auf mich.

Zu den Schauspielern muss man sagen, dass sie alle ihre Rolle eigentlich ziemlich gut spielen, sonderlich viele spielen ja auch nicht mit und die vorkommenden Rollen wurden gut besetzt… Allerdings gibt es bei Georgie wieder das übliche Kinderdarsteller Problem, was vielleicht nur rein subjektiv ist, aber mich nerven sogut wie alle Kinderdarsteller (positive Ausnahmen wären zB die Kinder in „Das Leben ist schön“ oder „Little Miss Sunshine“)… Aber objektiv gesehen spielt er seine Rolle eigentlich verhältnismäßig gut… und er hat ein überzeugendes Heulgesicht^^

Der Film hat eine sehr seltsam anmutende Szene, die (geschätzte) 10 Minuten dauert, ohne einen Schnitt und sonderlich viel passiert dabei auch nicht… Das mag vielleicht für manche beklemmend wirken, ich fand es eigentlich nur langweilig…
Das ist auch einer der wesentlichen Kritikpunkte, der Film ist etwas zu lang, teilweise hätte er etwas schneller geschnitten werden müssen und das dritte Viertel auch wesentlich gekürzt…

ACHTUNG – SPOILER (zum lesen bitte Text markieren)

Wo Peter und Paul erstmal weggehen und Anna und George versuchen die Polizei zu rufen

Dann wäre der FIlm wohl ansprechender gewesen…
Ausserdem war man manchmal doch etwas zu minnimalistisch was die Effekte anging… bei The Girl Next Door passt das besser, da das was man sich selbst ausmalt wesentlich schlimmer ist als das was man hätte zeigen können… Bei Funny Games hingegen wirkt das ganze „ich zeige nur die anderen/das Gesicht wenn etwas passiert“ etwas aufgesetzt… Vorallem wirkt die eine wirklich blutige Szene die man sieht dadurch etwas komisch…

Hmm, ich glaube im wesentlichen war es das, zweifellos ein Film den man sich ansehen muss um zu entscheiden ob er einem gefällt… Leichte Kost ist er sicher nicht, gerade wenn man derartiges nicht gewohnt ist.

Einzelwertungen:
Darsteller: 8 (spielen alle ziemlich gut, selbst das Kind.)
Plot: 9 (das ist aber sehr stark ansichtssache, manche mögen da vielleicht nur 3 Punkte geben, aber ich finde es sehr gut, dass man so rein garnichts über die Motive der beiden erfährt und auch das es teilweise sehr paradox wird halte ich für positiv.)
Effekte: 6 (auf keinen Fall ein Splatterfilm, das meiste geschieht im off. Was man sieht ist aber ganz ok)
Anspruch: 6 (man muss nicht wirklich viel mitdenken, aber es ist auf keinen Fall ein Film für nebenbei.)
Gesamteindruck: 8 (muss man sich ansehen um es selbst zu bewerten. Zahlt sich aus mMn)

Gewinnmaximierung… verwerflich?

April 15, 2008

Da ich vorhin gerade eine Diskussion mit Jimmy zum Thema Gewinnmaximierung hatte, hier ein Ausschnitt meines letzten Beitrages und einige weiterführende Gedanken…

Ja, die Gewinnmaximierung ist verwerflich. Denn sie spielt sich rein in die Tasche der Aktionäre, nicht der Angestellten oder Kunden. Denn zur Gewinnmaximierung müssen Angestellte wegrationalisiert werden, Dienstleistungsstellen die nicht die nötigen hohen Gewinne abwerfen abgebaut werden. (Stichwort Post, Wasser und Strom in Entwicklungsländern und Versicherungen)
Das alles sind Maßnahmen mit denen man den Gewinn zweifellos maximieren kann, aber was hat der Angestellte oder der Kunde davon? Nichts. Arbeitszeiten werden verlängert, Löhne nur unzureichend bis garnicht erhöht und Gewerkschaften behindert. Der Kunde hat davon, dass die Preise bis ans maximal mögliche gehoben werden (innerhalb des Wettbewererbes natürlich beschränkt, aber niemals durch ethische Gründen), der Service abnimmt, Menschen ausserhalb von Ballungsgebieten zusätzlich leiden müssen…
Wer finanziert schon Wasserleitungen bis an den Arsch der Welt, wenn dort vielleicht 100 arme Bauern leben… Sicher kein privatwirtschaftliches Unternehmen, denn das wäre unwirtschaftlich. Selbiges bei Versicherungen, was man ja in Österreich (und auch Deutschland nehme ich an) sehr gut sieht. Versichert werden nur die, die ein minnimales Risiko bieten, andere werden garnicht versichert oder müssen unleistbare Beiträge zahlen.

Das Gewinnmaximierung dem Konsumenten etwas bringt stimmt leider nicht… Denn es wird nur das erforscht, was auch Geld bringt.
Es wird heute das 10fache für Forschung gegen Haarausfall ausgegeben, wie gegen Malaria.
An Malaria sterben aber jährlich zigtausende Menschen.
Das sind allerdings nur arme Afrikaner, die können wenig bis garnichts für eine entsprechende Medizin zahlen…

Dafür gibt es leider hunderte Beispiele, aber ich denke du siehst worauf ich hinaus will.

Und nein, ich bin nicht der Meinung das Medikamente verschenkt werden sollten, ich bin allerdings sehr wohl der Meinung, dass 3. Welt Länder das recht haben _müssen_ diese selbst als Generika herzustellen, entweder sofort, oder nach maximal 1 oder 2 Jahren absoluten Patentschutz.
Wenn die Pharmakonzerne nicht bereit sind diese billig zur Verfügung zu stellen, dann muss es möglich sein Generika herzustellen.


Ein weiteres nettes Beispiel wohin Gewinnmaximierung führt, sind Sportschuhe aus der dritten Welt… Für adidas und Konsorten wäre es ein leichtes ihre Arbeiter(Innen) in der dritten Welt faire Löhne zu zahlen, die ihnen sowohl ein gutes Leben bescheren, als auch ihren Kindern eine Schulbildung. Was natürlich auch in Zukunft diesmal Land aus dem Dreck helfen würde, denn nur Bildung ist der Weg aus der Armut.
Das ganze würde adidas und co auch sogut wie nichts kosten, es würde sich mit leichtigkeit ausgehen, wenn man jeden verkauften Schuh um 50Cent teurer machen würde… Klingt lächerlich wenig? Ist es auch, aber es widerspricht schon dem absoluten Grundgedanken des Kapitalismus, nämlich der Gewinnmaximierung.

Privatisierung: Millionengewinne für Aktionäre, Probleme für den Bürger.

April 4, 2008

Ich möchte (ausgehend von der Diskussion mit Saturn bei einem anderen Beitrag von mir) noch einmal auf die leider in Mode gekommenen Privatisierungen zu sprechen kommen.

Hört man ja von Seiten der Wirtschaft und wirtschaftsnahen Parteien immer wieder… Der Staat ist kein guter Unternehmer, nur private Firmen können innovationen bringen und qualitativ hochwertige und günstige Waren bieten…. Nun, dass das nicht stimmen kann zeigen eine Menge Beispiele der jüngeren Vergangenheit…

Vorweg, ich spreche mich hier nicht für eine komplett staatliche Wirtschaft aus, auch nicht für staatliche Monopole, sondern lediglich, dass die öffentliche Grundversorgung und bestehende staatliche Unternehmen nicht der freien Marktwirtschaft überantwortet werden dürfen, denn das führt zu einem massiven Abfall der Qualität und einem rapiden steigen der Preise.

Für ein privates Unternehmen stehen nunmal in erster Linie die Aktionäre im Vordergrund und die verlangen eine maximale Renditenausschüttung. Ein Unternehmen, dass zwar weit in den schwarzen Zahlen ist aber nicht die geforderten Wachstumszahlen liefern kann steht kurz vor der Zerschlagung, was natürlich in erster Linie auf kosten der Arbeitnehmer geht.

Zu welchen Szenarien die Privatisierungen der öffentlichen Grundversorgung führen kann sieht man sehr gut am Beispiel der Londoner Wasserversorgung. Die wurde unter großem Trara an ein deutsches Unternehmen verscherbelt…

Ein paar Jahre später hatten sie dann das Chaos. Steigende Wasserpreise, Wasserknappheiten und sinkende Wasserqualität. Für das Unternehmen war es nunmal wesentlich billiger jeden Tag 894 Millionen Liter Wasser im Boden versickern zu lassen, als das Rohrnetz zu renovieren und zu modernisieren.

Inzwischen hat sich der Konzern aus der Verantwortung gestohlen und die Wasserversorgung wieder verkauft…

Ein sehr gutes Beispiel, was für ein guter Unternehmer die Privatwirtschaft nunmal ist… Millionengewinne für die Aktionäre, Wasserknappheit für die Bevölkerung.

 

Ein anderes aktuelles Beispiel wäre der Versuch einer privatisierunten Strafvollzugsanstalt in Hessen (Ich bin darauf schon vor ein paar Tagen eingegangen)

Ausserdem noch die deutsche Telekom,  die seit ihrer privatisierung ganze 120000 Stellen abgebaut hat (in Worten hundertzwanzigtausend) und auch weiterhin Stellen abbaut und zunehmend mit noch mehr Kündigungen liebäugelt.