Verbietet den Islam! – So heuchlerisch sind die Linken

Hier wird mal wieder mit nach verschiedenen Maßen gemessen.

Während man gegen das Christentum und den Papst aufs härteste vorgehen und (ja sagen wir es wie es ist) Hetzen darf sind alle extremst schockiert wenn jemand den Islam mit gleichen Mitteln angeht.

Klar, die Islamkritik ist heute etwas was sich Parteien rechts der Mitte besonders angeeignet haben, daher ist es durchaus verständlich, wenn man als Gegner dieser Politik auch deren Kritik (und natürlich in vielen Fällen auch plumpe Hetze) am den Islam verdammt und dagegen argumentiert.

Die Kritik am Christentum hingegen ist etwas, das in der linken Szene und Ideologie tief eingesessen ist, rechts der Mitte wird hingegen gerne ihre Zugehörigkeit zum Christentum übermäßig betont.

Doch brauchen wir doch nur Christentum und Islam vergleichen um zu merken das sogut wie alle Dinge die wir (absolut zurecht) im Christentum kritisieren im Islam ebenso, und oft in noch wesentlich radikalerer Form vertreten werden.

Auch viele Argumente die wir benutzen um den Islam gegenüber rechten Hetzern zu verteidigen würden wir doch niemals für eine Verteidigung des Christentums gelten lassen.

Der Islam wird nur falsch ausgelebt und ist nicht Schuld an Sprengstoffattentätern, öffentlichen Steinigungen oder der Unterdrückung von Frauen? Hätten wir das vor 40 Jahren als Argument für das Christentum durchgehen lassen als diese Frauen unterdrückt, Kondome verdammt und Sex vor der Ehe verboten hat?

Es ist das Christentum schuld das Homosexuelle in den USA noch immer nicht die gleichen Rechte haben, genauso wie der Islam an öffentlichen Steinigungen im Iran schuld ist.

Ja, es mag alles „falsch interpretiert“ sein, aber dann müssen wir dieses Zugeständnis auch dem Christentum machen.

Entweder eine „liberale“ Einschätzung beider Religionen, oder beide mit dem gleichen Maß messen.
Der Islam unterdrückt Frauen, der Islam unterdrückt Menschenrechte, kennt keine Glaubensfreiheit oder die Trennung zwischen Kirche und Staat, und der Islam nimmt noch größeren Einfluss auf das Leben der Menschenseiner Gäubigen als das Christentum es  getan hat.

Alles Dinge die wir beim Christentum kritisiert haben, aber beim Islam plötzlich verteidigen.

Irgendwie ziemlich heuchlerisch, oder nicht?

Ich habe kein Problem mit Christen oder Moslems, überhaupt keins. Meiner Meinung nach soll jeder glauben woran er will solang er damit sonst niemanden in seinen Rechten einschränkt oder schädigt. Aber ich habe ein Problem mit Christentum und Islam.

Daher habe ich in der Überschrift natürlich wieder überpolemisiert, ein Verbot wäre unsinnig und falsch, aber eine differenzierte Betrachtung beider Religionen ist nötig.

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16 Antworten to “Verbietet den Islam! – So heuchlerisch sind die Linken”

  1. Michael Says:

    Ähem, Homosexuelle haben in den meisten US-Bundesstaaten mehr Rechte als in Österreich – und in den übrigen Bundesstaaten haben sie gleich viel Rechte wie in Österreich.

  2. Anonymous Says:

    Beide Religionen sind nicht wirklich das wahre und üben meist negativen Einfluss auf die Menschen aus.

  3. feu sanguin Says:

    ich finde man sollte nur kritisieren, was man auch kennt und die meisten hier kennen sich halt mit dem christentum wesentlich besser aus. die islamkritik hierzulande besteht ja meistens aus irgendwelchen vorurteilen, beim christentum kommt mir das nicht so vor. aber mir kommt es auch nicht so vor, dass „kritik am christentum in der linken szene und ideologie tief eingesessen ist“. könntest du das belegen?
    in meinen augen gibt es auch viele durch und durch linke, die das christentum nur dort kritisieren, wo es auch angebracht ist. ebenso verhält es sich mit der kritik an den dingen, die im islam radikaler sind.

    und dass der islam keine trennung zwischen staat und religion kennt, stimmt nicht unbedingt. in der türkei(die bzw. deren vorgänger jahrhundertlang das repräsentive land für den islam war) gibt es eine stärkere trennung als in deutschland. wir haben noch die kirchensteuer. in der türkei gibt es hingegen ein noch stärkeres kopftuch verbot als bei uns.

    das der islam seine gläubigen mehr beeinflusst, sehe ich auch nicht so. man muss die zustande ja mit und im mittelalter vergleichen und da gab es schon einige krassen sachen.

  4. blabla Says:

    du bist auch nur am heulen, oder?

  5. nEo Says:

    Also ich kann das jetzt ja auch nicht so absolut beurteilen,
    und ich glaube fast, ich kenne mich mit dem Islam etwas
    besser aus, als mit dem Christentum,
    aber eben darum scheinen mir Aussagen wie:
    „Der Islam unterdrückt Frauen, der Islam unterdrückt Menschenrechte, kennt keine Glaubensfreiheit oder die Trennung zwischen Kirche und Staat“

    etwas falsch.

    Also zum einen, gibt es im Islam eigentlich
    gar keine „Kirche“, wie wir sie hier haben.
    Hier ist das Christentum sehr stark
    mit der katholischen Kirche verbunden.
    Und sie repräsentiert in gewisser Weise diesen Glauben.
    Und das meiner Meinung nach nicht besonders gut.

    Im Islam aber kann man seinen Glauben
    unabhängig von einer „Kirche“ ausleben.
    Eine Moschee ist ja bloß ein Tempel,
    man kann ihn betreten, muss es aber nicht.
    Man kann auch beten, muss es aber nicht.
    Man kann fasten, muss es aber nicht.

    Jeder Staat der das anders sieht, hat sie nicht mehr alle.^^
    die Arabischen Emirate beispielsweise, sind da schrecklich.
    Da wird man zum beten gezwungen.
    Aber mit dem „Islam“ hat das nichts zu tun.
    Der Koran schreibt dergleichen nicht vor,
    die Hadithe des Propheten besagen nichts davon.
    Es sind Menschen die glauben,
    man könnte irgendwen zum „Guten“ zwingen,
    und eben Menschen die glauben,
    sie würden das „Gute“ mit Sicherheit kennen.

    Aber der Islam an sich kennt sehrwohl eine Glaubensfreiheit.
    Im Islam wohnen Christen. Und die werden
    in der Regel nicht unterdrückt. Es gibt Gebiete, wo das so ist.
    Aber das lässt sich wieder auf irgendwelche radikale
    zurückführen. Jürgen Todenhöfer,
    kann man sich dazu gut anhören. Hier das Interview dreht sich beispielsweise kurz um das Thema:

    Die Glaubensfreiheit ist sogar geboten.
    Man darf seinen Glauben frei praktizieren,
    solange man dabei nicht versucht,
    den Islam zu unterdrücken.
    Also solange man den Glauben anderer nicht bekämpft,
    darf man auch seinen Glauben frei praktizieren.

    Und nun mal ganz allgemein,
    wozu wäre denn eine Trennung zwischen „Kirche“
    und Staat gut, in einem solchen Land im Orient?

    Die Regierungsoberhäupter werden nicht besser dadurch,
    das die Religion nicht mehr als Maßstab dient,
    für die Führung der jeweiligen Länder.
    Letztlich wird sich nämlich ohnehin nicht am Islam orientiert,
    sondern an seinen eigenen Machthabereien.
    Was soviele Sheiks und Deppen da in ihren Ländern treiben,
    hat mit dem Islam nichts zu tun.
    Ihre Lebensweise steht der Lebensweise
    Mohammeds (an der es sich dort eigentlich zu orientieren gilt)
    extrem, diametral entgegengesetzt.
    Armut herrscht bei ihnen unter Garantie nicht.
    Dabei war Mohammed eher ein Sufi in selbstgewählter Armut,
    als irgendein reicher Öl-Honk …

    Und dabei werden Sufis in vielen islamischen Ländern
    verfolgt. Ja, wie auch Schiiten und Ismailiten,
    (das ist jene Gruppierung aus der die Assassinen
    bei den Kreuzzügen hervorgingen.)

    Aber weißt du wer diese Ismailiten heute repräsentiert?
    Nein, kein großer Führer mit einem so großen Turban,
    das jener seine Weisheit repräsentieren soll,
    sondern ein Typ der in Paris wohnt,
    mittlerweile in zweiter Ehe mit einem Model lebt,
    und wohl sein Leben genießt wie irgendein Star,
    den man heutzutage in Sendungen wie taff begutachten kann.

    Das hat mit dem Islam alles überhaupt nichts zu tun.
    Wenn man den Islam kennenlernen will,
    so reise man in den Orient in ein ärmeres Dorf,
    und rede mit den Menschen und lebe mit ihnen.
    Das ist der Islam und damit ist der Islam nichts,
    als eine Religion der Liebe. Wie das Christentum auch.

  6. nEo Says:

    Bei allen genannten Punkten bezog ich mich auf die zugehörigen wikipedia Artikel.

    Das ist einerseits der wiki Artikel zur Glaubensfreiheit im Islam

    http://de.wikipedia.org/wiki/Glaubensfreiheit_im_Islam

    da steht schon im ersten Absatz relativ klar

    „Die Glaubensfreiheit im Islam bedeutet nach islamischem Recht die Freiheit der Muslime, ihren Glauben auszuüben, und die Freiheit aller, den Islam anzunehmen. Muslime besitzen nicht das Recht, zu einer anderen Religion zu konvertieren. Das islamische Rechtssystem kennt für Muslime keine negative Religionsfreiheit und anerkennt auch nicht den Anspruch, keiner Religion anzugehören.“

    Natürlich gilt das nicht für alle islamisch geprägten Staaten, aber grundsätzlich ist das im Islam, bzw der Scharia nunmal so festgehalten.

    Aber da ich das Verhältnis des katholischen Kirche zur Homosexualität genauso kritisiere obwohl es in vielen christlich geprägten Staaten heute legal ist, finde ich das man diesen Aspekt des Islams genauso kritiseren muss, auch wenn sich nicht alle islamisch geprägten Länder daran halten.

    Aber beispielsweise ist es auch in der Türkei nicht möglich den Islam zu verlassen, obwohl die Türkei eigentlich einer der säkulärsten Staaten ist.

    Beachten sollte man in dem Zusammenhang auch die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“

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