Österreich ist eine Mediendiktatur.

Ja, viel Zweifel kann daran nicht mehr bestehen. Die Macht, die die Kronenzeitung (hier ein älterer Artikel der sich eingehend mit ihr und ihrem Stil befasst) besitzt, ist mit der keiner anderen Zeitung der Welt vergleichbar.

40+% Martkanteil in Österreich, in den östlichen Bundesländern sogar bis zu über 60%!

Damit ist sie, gemessen an der Bevölkerung, die mit großem Abstand auflagenstärkste Zeitung der Welt, und gleichzeitig die mit Abstand einflussreichste.

Herausgeber Hans Dichand hat auch keinerlei Probleme damit, seine Macht offen auszuspielen. Hinter dem Erstarken der FPÖ in den 90er Jahren stand zu einem großen Teil die Kronenzeitung, welche in fast allen Themen hinter der FPÖ stand. Kurz vor der letzten Nationalratswahl schwenkt die SPÖ plötzlich in einem für Dichand sehr wichtigen Thema (Volksabstimmung zum EU Vertrag) ein, macht das in einem Leserbrief an die Kronenzeitung erstmalig publik, und katapultiert sich so ins Herz Dichands. Der startet daraufhin eine beinahe beispiellose Kampagne für die SPÖ, welche dadurch die Wahl gewann. Für die EU-Wahl wiederrum sucht sich Dichand einen neuen Günstling aus, Hans Peter Martin, welcher durch die Unterstützung der Kronenzeitung 14%, und bei der nächsten Wahl 17% erreichen konnte.

Das war wohl das erste mal in der Menschheitsgeschichte, dass eine Zeitung mit einer eigenen Partei antreten und gewinnen konnte. Denn Hans Peter Martin wurde nicht einfach nur von der Kronenzeitung unterstützt, die Kronenzeitung war Hans Peter Martin. Nicht umsonst hieß es in der Kronenzeitung am Tag nach der Wahl:

„Ein Sieg war dieses zweifelsohne/
für H.-P. Martin und die ,Krone‘“.

Da Hans Peter Martin allerdings bundespolitisch schon einmal gefloppt war, beschloss Dichand, bei der aktuellen Nationalratswahl nicht ihn, sondern die ÖVP und den Pröll-Clan zu unterstützen. In einem offenen Brief wünscht er sich die beiden Prölls an der Staatsspitze, Erwin Pröll als Bundespräsident und seinen Neffen Josef Pröll als Bundeskanzler.

Da in der zweiten Republik kaum eine Entscheidung (die einzig namhafte wäre die Koalition von FPÖ und ÖVP im Jahr 2000) gegen seinen erklärten Willen stattgefunden hat, wird in den nächsten Wahlen wohl mit höchster Wahrscheinlichkeit die ÖVP triumphieren.

Doch was bedeutet es, wenn ein einzelner Mann in einem demokratischen Land so viel Macht in seiner Hand hält? Kann dieses Land dann überhaupt noch demokratisch sein? Scheinbar ja, auch wenn die meisten nicht-Österreicher ungläubig den Kopf schütteln, wenn man ihnen von der Macht der Kronenzeitung erzählt. Doch für uns Österreicher ist es absolut alltäglich. Es ist ganz normal, dass die Willenserklärung eines Herausgebers sofort Pressemeldungen aller Parteien hervorruft, statt umgekehrt. Etwas, was in Deutschland wohl nicht denkbar wäre.

Dichand kann Richtungsänderungen und Entscheidungen in jedem politischen Feld erzwingen, beugt sich eine Partei seinem Willen nicht, verliert sie unter Garantie die nächste Wahl.

Sagen wir wie es ist, die Kronenzeitung muss zerschlagen werden.

Es kann nicht sein, dass eine einzelne Zeitung, welche von einem einzelnen Mann despotisch geführt wird, in einem Land eine derartige Macht ausübt.

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8 Antworten to “Österreich ist eine Mediendiktatur.”

  1. Obi Says:

    Wurde echt mal Zeit dass du die Krone hier anprangerst. Irgendwie hat es dieser Dichand geschafft zu meinem Feindbild Nummer 1 zu werden (gefolgt von H.C. „Grinskatze“ Strache), was der so abzieht ist echt schon unvertretbar (siehe Martin), zumindest denke ich so.

  2. Anonymous Says:

    Österreich scheint keine Demokratie zu wollen, selbst wenn man die Zeitung zerschlägt, wird wohl wieder sowas entstehen.

  3. Mediendiktatur Says:

    Die Mediendiktatur ist schon lange nichts neues mehr, auch in Deutschland. Jeder der nicht in das Bild und in die Pläne der wahren Machthaber passt, wird von den Medien zerfetzt. Die Struktur dahinter ist nicht leicht zu erkennen allerdings kann man erkennen das sich alles auf Israel konzentriert. Deshalb würde ich der Refierung von Israel und einer kleinen Gruppe von Juden die Schuld an dieser Tatsache zuschreiben.

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