Die CDU hat recht. Killerspiele sind gefährlich!

Also vorweg. Tut mir leid das es so lang still war. Diesesmal hab ich nichtmal eine gute Ausrede. Ich war einfach faul, lustlos und habs immer weiter vor mich her geschoben was zu schreiben.
Aber dafür hab ich jetzt wieder eine Reihe von Themen über die ich meckern möchte, also macht euch bereit!

Nunja… Ihr habt den Titel gelesen. Ponti schreibt was pro CDU? Gibts denn sowas?
Ja das gibts.

Die ganze Killerspieldebatte lauft ja jetzt schon ziemlich lange. Ein Großteil des Internets steht hinter der Verdammung von Spielen als „Killerspiele“ und deren Verbot, und was weiß ich was die CDU noch für Ideen aus ihrem Hut gezaubert hat.

Doch dabei wird leider ein wirkliches Problem übersehen.
Diese sogenannten „Killerspiele“ sind nunmal das, was diese Bezeichnung sehr polemisch rüberbringt. Spiele wo der Hauptfokus darauf liegt Menschen zu erschießen.

Keine Frage, die CDU labert wie so oft ne Menge Scheiße daher. Aber ein grundsätzliches Problem haben sie erkannt, im Gegensatz zu ner Menge der Gegner dieser Hetzkampagne. Nämlich, dass diese Spiele gefährlich sind. Nicht für einen mündigen Erwachsenen, nicht für den Durchschnittsbürger. Aber für Kinder, für Jugendliche. Diese Spiele sind aus einem guten Grund ab 16, oder gar ab 18 Jahre, und unterschiedliche Entwicklung mal beiseite, aber diese Spiele gehören nicht in die Hände von 12 oder 13jährigen.

Immer strengere Gesetze helfen hier aber nicht weiter, sondern die Eltern müssen endlich ihren Arsch bewegen und sich informieren. Es ist nicht der richtige Weg diese Spiele immer mehr zu kriminalisieren und auch für Erwachsene zu verbieten, sondern man muss die Eltern zwingen (ja, zwingen!) ihren Arsch zu bewegen und sich etwas Medienkompetenz anzueignen.
Die CDU ist halt heute die Partei der faulen Erwachsenen. Alles einfach von oben per Holzhammergesetz verbieten, dann wird das schon.
Aber das löst nicht das Problem, genau wie bei der Kinderpornozensur verdeckt es das Problem nur.
Denn die Spiele werden weiterhin verfügbar sein, jeder der einen Internetzugang hat (das sind in Deutschland weit mehr als 80% der Haushalte) hat Zugang zu alle Spielen der Welt.

Man muss die Eltern dazu zwingen sich selbst damit zu beschäftigen was im Kinderzimmer vorgeht. Es kann nicht sein das man die Tür zumacht, sich selbst vor den Fernseher wirft und die 12jährigen Kinder mit dem Computer unbeaufsichtigt und unvorbereitet allein lässt.

Brutale Spiele, genauso wie Alkohol und Zigaretten haben eine hohe Anziehungskraft für Kinder und sie werden immer Möglichkeiten finden sie zu bekommen. Die Aufgabe der Eltern ist es, ähnlich wie bei Alkohol und Zigaretten, ihre Kinder über Gefahren aufzuklären und sie nicht vollkommen unvorbereitet reinstürzen lassen.
Oder vielleich ist Sex ein besseres Beispiel. Genauso wie man für eine sexuelle Aufklärung seiner Kinder sorgen sollte, sollte man auch für eine mediale Aufklärung seiner Kinder sorgen.

Wenn Eltern selbst Erfahrung mit derartigen Spielen haben, dann können sie auch viel besser einschätzen was für eine Anziehungskraft diese auf ihre Kinder haben, welche Spiele für ihre Kinder angemessen sind und auch (und das ist besonders wichtig) mit ihren Kindern über das (virtuell) erlebte sprechen. Kinder sind nicht dumm, aber sie sind unerfahren. Ich bin mir sicher das mit einer entsprechenden Begleitung auch ein 13jähriger mit einem Spiel wie Half Life 2 klar kommen könnte. Aber man kann ihn nicht allein vor den Computer setzen und dann davon ausgehen das das keine Auswirkungen auf ihn hat.

Daher, für eine vernünftigere Debatte der Killerspielthematik, und zwar auf beiden seiten. Weder ist Hetze und ein Verbot gut, noch das verschließen der Augen vor den tatsächlich vorhandenen Problemen.

Es bringt nichts immer härtere Gesetze zu erlassen, wir müssen unsere Eltern dazu zwingen sich mit dem Thema auseinander zu setzen und selbst etwas Medienkompetenz zu erlangen. Ich bin mir sicher das dann auch niemand nach einem Verbot schreien würde.

Also setzt eure Eltern vor den Computer, schaltet ein Spiel und erzieht sie.

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17 Antworten to “Die CDU hat recht. Killerspiele sind gefährlich!”

  1. calapuno Says:

    So ein Schwachfug.
    Ich hab bereits als Grundschüler GTA1+2, DOOM und Co. gespielt und man sieht ja dass aus mir ein ganz…. ach damn. 😦

  2. Winthor Says:

    Hmm… ich muss dir (also Pontius :D) Recht geben, was die CDU hier betrifft – und das sage ich als SPD-Mitglied!!

  3. KavoN Says:

    Ich denke das kommt immer ganz auf die Psyche des Kindes an, ob es solche Spiele spielen kann/darf. Das müssen natürlich die Eltern selbst rausfinden.

    Ich selber hab ja schon mit 8 angefangen zu spielen, und ich durfte wirklich alles spielen, hab immer mit meinem großen Bruder gespielt und mein Vater hat desöfteren zugeguckt, hat manchmal schon gesagt “ ist ein wenig brutal nich?“
    aber mehr auch nicht, ich hab auch nicht rumgebrüllt: „Jaa ich hab ihn getötet!!!!!11 ja! Ah nimm dies!!“ ^^
    Aber wie gesagt, die Elern sollen entscheiden ab wann ein Kind was spielen kann.

  4. Anonymous Says:

    Falsch. Ich bin der festen Überzeugung, dass kein NORMALES Kind irgendwelche Psychischen Schäden von Killerspielen davon tragen kann. Mit normal meine ich geistig/psychisch gesunde Kinder, die unter guten Umständen aufwachsen. Schließlich hat schon jeder 4-Jährige Lebewesen beim Sterben gesehen und wahrgenommen. Seien sie echt oder virtuell. Man muss nur mal die Nachrichten anschalten, dann sieht man genug Todesopfer(+genug Blut). Wichtig ist, das Kind nicht verkümmern zu lassen. Ein Kind kann ruhig Killerspiele spielen, aber die Eltern sind trotzdem verpflichtet, dass Kind anderweitig zu unterhalten und liebevoll aufzuziehen. Killerspiele sind nur schlimm, wenn man sie übermäßig spielt und dann nur aus den Gründen, dass die soziale Nähe fehlt und das Kind zu wenig Sport treibt.

  5. 2.Juni Says:

    yeah – ponti is back…

    das ganze wär aber mal ne mega Kampagne für eine neue Supernanny-Staffel.

    Wieviele Eltern überhaupt blicken, womit sich ihre Kindern die Zeit vertreiben, wär ja auch mal ziemlich interessant.
    Obs zu dem Thema wohl aktuelle Umfragen gibt? mal sehen…

  6. Kanatio Says:

    Unmündige, unfähige „Erziehungsberechtigte“ aus der Unterschicht; endlich erkennt hier mal jemand das eigentliche Problem der Jugend. Du kommst mir in letzter Zeit ein wenig daher wie Michael Moore, alles und jeden bemängeln, dann aber doch nur vermeintliche Lösungen aufstellen die unrealistischer nicht sein könnten. Glaubst du etwa allen Ernstes dass Eltern die sich nicht einmal für die Freizeitbeschäftigung ihres Nachwuchses sorgen, sich auch nur in irgendeiner Art und Weise an den wohlwollenden Predigten aus der Politik richten? Solche Eltern reagieren höchstens einmal wenn die Bier und Tabaksteuer erhöht wird, sind an sonsten aber völlig ahnungslos was in der Politik vor sich geht. Dort wo die Situation am schwierigsten ist besitzt die Öffentlichkeit den allergeringsten Einfluss. Die wenigsten Staatsbürger sind sich überhaupt bewusst in was für einer Staatsform sie leben. Für solche Leute gehört Demokratie abgeschafft – obwohl die nicht einmal einen solchen Schritt merken würden.

    Darüberhinaus frage ich mich auch immer wo der pädagoschie Sinn und Zweck in Ego-Shootern und dem ganzen hirnlosen Zeug liegt. Diese dumpfe Verblödungsindustrie gehört mitsamt dem ganzen Hollywood-Kram ein für alle mal aus dem Verkehr gezogen. Ebenso wie die älteren Kinderzeichentrickfilme, in welchen man den Kindern noch die ein oder andere Moral vermittelte, für „spießig“ und „nicht mehr zeitgemäß“ erklärt wurde, gehört jetzt der ganze neumodische Anime-Mist, der es ja doch nur auf die Taschengeldbörsen der Kinder abgesehen hat, auf einem großen Scheiterhaufen verbrannt.

  7. Kanatio Says:

    Stimme dir zu, teilweise ist es aber auch der allgemeinen Erziehung zu verdanken dass – manche – Grundschüler sich den halben Tag lang virtuelle Gewalt reinziehen. Die meisten Eltern sehen es natürlich durchaus kritisch – wenn man sie direkt drauf anspricht – wer hätte denn NICHT lieber einen kleinen Amadeus Mozart zu hause sitzen. Das Problem ist jedoch ganz simpel: Eltern können sich heutzutage kaum mehr gegen den eigenen Nachwuchs durchsetzen. Die anaracho-liberale Erziehung ist höchstens etwas für Eltern mit einem Diplom in Rhetorik und Pädagogik, die gemeine, breite Zielgruppe aber haben unsere linksliberalen Intellektuellen um Meilen verfehlt.

  8. Kanatio Says:

    „oder sollten vielleicht die Eltern lernen wie sie ihre Kinder erziehen sollen?“

    Wer soll das bitteschön bewerkstelligen? Man denke nur mal an das tagtägliche Chaos in den deutschen Behörden, ein Bekannter von mir zB wartet jetzt schon seit 3 und halb Monaten auf seine „Abwrackprämie“, in dem zuständigen Amt ist andauernd jemand krank oder gerade im Urlaub. Man sollte sich besser erst gar keine Illusionen machen, dass der Staat jetzt auch noch den Erzieher spielen könnte, das Schlachtfeld im Kinderzimmer ist ebensowenig sein Krieg wie der in Afghanistan. Manche werden nun lauthals losbrüllen „Wir brauchen Ganztägige Betreuung vom Staat!!“, doch muss zur Abwechslung mal auch berücksichtigt werden dass je mehr sich eine Regierung in Bildung und Erziehung einmischt, desto gefährdeter letztenendes die Demokratie ist.

    „Oder ist ein wenig Interesse für seine Kinder zu viel verlangt?“

    Wie es aussieht: JA. Die Leute heutzutage leben leider von einem Tag in den anderen, ohne Ideale, ohne „etwas höheres“ im Sinn zu haben wird jede freie Minute mit Unterhaltung und den persönlichen Trieben verschwendet. Damals kämpfte und rackerte die Unterschicht noch täglich ums blanke Überleben, heute gewährt man ihr diese sichere Grundlage, doch weiter konstruktives kommt nicht bei heraus.

    Aber um deine Frage zu beantworten, kann ich mich nur wiederholen: Die Eltern – allgemein Erwachsene – haben ihre Respektposition gegenüber den Kindern vergeigt. Mit dem ihnen vorgegebenen Ideal „Gewaltlose und gleichberechtigte Partnererziehung“ kann kaum jemand was anfangen. Deshalb – so traurig wie es ist – wäre es wohl das vernüftigste wieder zu konventionellen Mittel zu greifen, möchte man nicht eine vollständig degenerierte Generation großziehen.

  9. Kanatio Says:

    Warum wird denn jetzt mein Gast-Artikel nicht veröffentlicht? Zensur auf Pontis Blog!!?

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