Archive for April 2009

Was wurde aus dem Klassenkampf?

April 30, 2009

Morgen ist der erste Mai. Der Tag der Arbeit. Der Kampftag der Arbeiterbewegung.
Vor 123 Jahren fand in Amerika auf dem Heumarkt eine große Veranstaltung der Gewerkschaften statt, sie kämpfen gegen einen 12 Stunden Tag und für einen 8 Stunden Arbeitstag. Ja, diese für uns heute so selbstverständliche Regelung musste man sich jahrzehntelang erkämpfen. Am 4. Tag der (mit wenigen Ausnahmen überwiegend friedlichen) Proteste warf jemand einen Sprengsatz in die Menge, 12 Zivilisten und mehrere Polizisten starben. Mehrere an dem Tag Reden haltende, und mitorganisierende Anarchisten wurden verurteilt und teilweise hingerichtet, nicht weil man irgendwelche Beweise für ihre Schuld hatte, sondern weil der Bombenwerfer “auf Grund der Ideen dieser Männer” gehandelt habe, und sie daher ebenso schuldig sein müssten.

Damit wurde die internationale Tradition des ersten Mai als Tag des Arbeitskampfes begonnen, welche bis heute nominell fortbesteht.
Doch wo ist der Arbeitskampf heute? Wir stehen vor der verheerendsten Krise des Kapitalismus seit seinem Bestehen. Der Neoliberalismus hat die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds getrieben, und muss nun von uns gerettet werden. Selbstheilungskräfte des Marktes? Am Arsch! Es gab nur ein Hinauszögern des großen Zusammenbruchs, ein immer weiteres Vergrößern der Blase, auf der fast unsere gesamte Wirtschaft stand.
Dank Parteien wie der CDU/CSU oder der ÖVP haben wir auch die ureigensten Funktionen des Staats veräußert, privatisiert und dem “Markt” überlassen. Der Staat mag nicht der beste Wirtschafter sein, aber es kann bei öffentlichen und sozialen Funktionen nicht darum gehen, Gewinn zu machen! Der Staat soll nicht Gewinn machen, er soll seinen Bürgern dienen, und das gleiche gilt für alle im Staatsbesitz befindlichen Betriebe.
Doch wo sind die arbeitenden Massen, die eine Veränderung fordern? Wo sind die Generalstreiks, die Massenveranstaltungen, der [u]Arbeitskampf?[/u] Es geht nicht nur darum den Status quo wieder herzustellen. Es geht darum für eine bessere Welt zu kämpfen, für uns und für unsere Kinder. In anderen europäischen Staaten ist dies bereits Realität. Man streikt, man protestiert, man zeigt die geballte Faust. In Frankreich werden Manager gefangen genommen, in Irland verwüstet man die Villen der Bankchefs.
Veränderungen entstehen dann, wenn die herrschende Klasse Angst hat. Angst vor den Massen, Angst vor Unruhen, Angst ihr Vermögen nicht mehr genießen zu können oder zu verlieren. In dem Moment, wo sie keine ruhige Minute mehr haben, um ihren Reichtum zu genießen, in dem Moment werden sie mit Freude am Verhandlungstisch sitzen und Zugeständnisse machen.
Doch was ist in Deutschland und (in sogar noch größerem Maße) Österreich? NICHTS! Morgen werden wieder einige hundert selbsternannte Rächer der Unterdrückten Mülltonnen anzünden, ein paar Bankauslagen einschlagen und Polizeiautos umwerfen. Doch kann das der Weg sein? Sicher nicht. Wir brauchen eine Massenbewegung, Organisationen die auch wirklich die Arbeiterklasse vertreten, nicht Kaderschmieden die im Nadelstreifenanzug an der Spitze stehen.
Sozialdemokraten und Gewerkschafter haben das Vertrauen der Bürger oft genug enttäuscht, sie haben sich zum Werkzeug neoliberaler Wirtschaft machen lassen. Großkoalitionär und sozialpartnerschaftlich. Dekadent und feig. Es ist nötig sich von diesen Altlasten zu befreien und eine basisdemokratische von unten kommende Protestbewegung aufzubauen. Es ist nötig, auf die Straße zu gehen, Verbindungen zu knüpfen und Ansprechpartner zu finden.
Man muss den Klassenkampf wieder aufnehmen, nicht nur gegen die Kapitalisten, sondern auch gegen die sozialdemokratischen Eliten und Gewerkschaftsbonzen.

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Grobe Probleme bei pontisblog

April 27, 2009


Viele werden es wohl schon mitbekommen haben: erst eine längere Inaktivtät (Stress und etwas motivationslos), dann war mein Blog eines Tages einfach nicht mehr erreichbar.
Mir absolut unbegreiflich wieso und warum; ich hatte nichts geändert, aber ok…
Alle Rettungsmaßnahmen haben nichts genützt, ich konnte es nicht wieder herstellen.
Ich hatte zwar noch ein Backup von Februar, aber dieses ist halt auch schon zwei Monate alt.
Ich hatte die mysql-Datenbank noch runtergeladen, bevor ich sie platt gemacht habe; Also sind die Baten noch rein theoretisch existent, allerdings kann ich sie nicht wieder einbinden.
Ich hab also den Blog jetzt (vom Inhalt her) wieder auf den Stand von Februar 2009 gebracht, alles was davor war, sollte funktionieren.
Ich hoffe, ich kann noch irgendwie zumindest die Artikel der letzten beiden Monate wiederbekommen, die Kommentare und die durchaus interessanten Diskussionen, die sich dabei abgespielt haben, werden leider verloren bleiben. (Die Artikel, die ich vor dem Februar schrieb, sind zum Glück noch alle erhalten)
Tut mir leid, sowohl für mich, da ein ziemliches Stück Arbeit verloren gegangen ist und noch einiges auf mich zukommt (beispielsweise das Layout wiederherzustellen etc), als auch für euch, da ja auch eure Kommentare verloren gegangen sind (und außerdem euer aller Lieblingsblog so lange nicht erreichbar war)
Ich hoffe, dass ich diese Woche dies alles wieder so hinkriege, wie es war, und dann ab Wochenende der normale Betrieb wieder hergestellt werden kann. Von nun an werd ich auf jeden fall regelmäßigere Backups machen.
Das war´s dann aber auch schon von meiner Seite…