Man darf die Islamkritik nicht den Rechten überlassen.

Ein Phänomen, dass mir immer wieder bei linken Parteien, Menschen, aber auch bei mir auffällt… Dadurch, dass von rechter Seite sehr oft ziemlich harsche Kritik am Islam kommt, nimmt man schnell eine automatische Verteidigungsposition ein, denn man will sich ja von seinem „Gegner“ distanzieren und seine Argumente zurückweisen. Dabei vergisst man aber oft, dass es durchaus Dinge gibt, die man am Islam stark kritisieren kann und muss, genauso wie am Christentum.
Doch während die meisten Rechten dem Christentum durchaus aufgeschlossen gegenüberstehen und die Linken da eher kritisch sind, ist es beim Islam oft umgekehrt.

Dabei gibt es beim Islam ja mehr als genug Dinge, die einem böse aufstoßen können. Ich spreche jetzt nicht von „oho, der Islam ist ja die böse Terrorreligion!!!“, sondern vom alltäglichen Leben, in welchem der Islam für einen Moslem eine wichtige Rolle einnimmt.

Ich bin durchaus für freie Religionsausübung, ich hab auch keinerlei Probleme wenn diejenige, die ein Kopftuch tragen wollen, eines tragen, doch die Rolle der Frau im Islam ist immer noch sehr unwichtig und sie wird stark unterdrückt. Grundsätzlich ist der ganze Islam (wie schon das Christentum) sehr patriarchalisch aufgebaut.
Außerdem fand die Aufklärung, die der katholischen Kirche viel Macht geraubt hat, hauptsächlich in christlichen Ländern und weniger in islamischen Ländern statt. Dadurch erklärt sich auch, warum der Islam noch immer so eine große Rolle im Leben vieler Moslems spielt.

Glaubensfreiheit kennt der Islam auch nicht und eine vollständige Trennung von Kirche und Staat gibt es leider nur in den wenigsten Islamischen Ländern

Auch die Scharia, die in einigen islamischen Ländern noch immer durchgeführt wird verträgt sich so garnicht mit den allgemeinen Menschenrechten. Wobei interessant ist, dass gerade Rechte diese Praxis kritisieren, denn sonst sprechen sie sich ja immer für die Todesstrafe oder gar schlimmeres (wie die Folter) aus.
Aber auch, dass von ihnen die Unterdrückung der Frau im Islam kritisiert wird ist etwas lustig, denn in dem Milieu hat die Frau ja genauso wenig zu sagen und hat bloß Hausfrau und Mutter zu sein.

Leider wird die Islamkritik heute meist auf überzogene Rassistische und hetzerische Propaganda beschränkt, wodurch berechtigte Kritik am Islam leider oft untergeht.

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6 Antworten to “Man darf die Islamkritik nicht den Rechten überlassen.”

  1. Nevar Says:

    Tja, sobald man etwas am Islam kritisiert wird man sowieso als Nazi beschimpft… Deswegen lassen das viele Leute wohl auch…

  2. Pontifex Maximus Says:

    Das sollte einen nun wirklich nicht auffallen, vorallem da es etwas lächerlich ist einen bekennenden linken als Nazi zu bezeichnen^^

  3. Saturn Says:

    Irgendwie machst du mit dem Artikel den gleichen Fehler, wie all die „Rechten“ auch. Es müsste Kritik an der Umsetzung des Islams in einigen Gebieten der Welt sein, den Islam selber kritisieren macht meines erachtens auch weiterhin nicht sonderlich viel Sinn. Du legitimierst nämlich, indem du diese beiden Punkte gleichsetzt, dass Verhalten einiger, welche sich auf den Islam berufen um Menschenrechte zu umgehen.

  4. Pontifex Maximus Says:

    Hab ich mir beim schreiben auch gedacht, doch gibt es im Islam eben nichts wie die katholische Kirche, daher kann man den historischen Islam nicht (mit einem Wort) vom praktizierten Islam unterscheiden.

  5. Winthor Says:

    Heute wird man für alles als Nazi beschimpft. Selbst wenn man nur Worte wie „Volk“ und „Vaterland“ in den Mund nimmt.

  6. Wurde der ewige Jud zum ewigen Moslem? | Pontis Blog Says:

    […] hab ja vor einiger Zeit schonmal einen Artikel über Islamkritik geschrieben. Der Islam muss durchaus für viele Dinge kritisiert werden, genauso wie jede andere Religion […]

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